Donnerstag, 23 Januar 2014 18:22

Remo

geschrieben von

Dieser noch recht junge Wechsel wurde nach dem Schweizer Agility-Sportler Remo Müller benannt und ist im Prinzip ein Wechsel um einen Ausleger herum.

 Remos

Auch hier schauen wir uns wieder an welche Kommandos man hierfür verwenden sollte:

$11.       Schulter-/Armkommandos: Hierbei nutzt der Hundeführer den Arm der dem Hund am nächsten ist, um diesem anzuzeigen wohin er kommen soll.

$12.       Positionskommandos: Bei diesem Kommando befindet sich der Hundeführer vom Hund aus hinter der Hürde und nah an dem Ausleger den der Hund umrunden soll. Hier bleibt der Hundeführer bis der Hund den Ausleger passiert hat.

$13.       Bewegungskommandos: Während des Wechsels bewegt sich der Hundeführer nicht.

$14.       Verbale Kommandos:  Hier sollte man ein möglichst kurzes und prägnantes Kommando wählen. Da das Zeitfenster in der Hund reagieren muss unter Umständen recht klein ist.

Denn Remo kann man später an den Hürden mit verschiedenen anderen Führtechniken  kombinieren, einige davon findet ihr im Video.

 

Donnerstag, 23 Januar 2014 18:13

Ketschker

geschrieben von

Eigentlich ist der Ketschker kein Wechsel, da der Hundeführer die Führhand nicht wechselt.

ketschker

In den letzten zwei Jahren hat sich der Einsatz von Ketschker und dessen Varianten unheimlich weiter entwickelt und dennoch ist er meiner Meinung nach dennoch nicht überall als Grundlage angekommen. Dabei

kann man ihn unheimlich vielseitig einsetzen und wenn man weiß wie man ihn richtig aufbaut kann ihn jeder.

Schauen wir also zunächst aus welchen Kommandos sich der Wechsel zusammensetzt.

$11.       Schulter-/Armkommandos: Beim Ketschker dreht der Hundeführer sich komplett zum Hund

$12.       Positionskommandos: Meine Position relativ zum Hund und zum Hindernis sollte deutlich vor dem Hund sein.

$13.       Bewegungskommandos: Während des Wechsels bewegt sich der Hundeführer nicht bzw. schon frühzeitig in die neue Laufrichtung.

$14.       Verbale Kommandos: Für den Ketschker sollte man ein eindeutiges verbales Kommando aufbauen auf das der Hund in den Rücken springt bzw. springen darf.

Wenn man versucht den Ketschker zu beschreiben ist das dominanteste und das was bei allen Varianten gleich ist, dass der Hund in den Rücken des Hundeführers springen bzw. laufen muss. Und da liegt auch schon das Geheimnis. Ohne das man ein Kommando übt auf das der Hund einmal hinter einem her läuft, funktioniert kein guter Ketschker. Und dieses Kommando muss wirklich sitzen und dem Hund in Fleisch und Blut übergehen damit man ihn im Parcours einsetzen kann.

Donnerstag, 23 Januar 2014 18:06

Französicher Wechsel

geschrieben von

Der französischer Wechsel wird vor dem Hund gelaufen, doch wird dieser Wechsel weniger gedreht als ausgelaufen. Dabei ist der Hund im Rücken des Hundeführers während der Hundeführer die Lauflinie des Hundes kreuzt.

FRBe

Der Franzose ist vom Bewegungsablauf nicht so anspruchsvoll wie der Belgier, doch zählt hier noch mehr das Timing. Dadurch das der Hundeführer den Hund in seinem Rücken hat hat er keine Möglichkeit den Hund zu korrigieren. Darüber hinaus ist es hier ganz wichtig den Handwechsel frühzeitig anzuzeigen. Deshalb sollte man schon vor dem eigentlichen Wechsel zukünftige Führhand zum Hund drehen.

FRbehu

Wenn wir den Bewegungsablauf des Französischem Wechsels auch mit Blick auf die vier Kommandoarten analysieren, können wir folgende Kombination festhalten:

      Schulter-/Armkommandos: Beim Französischen Wechsel dreht man das Schulterblatt (hintere Schulter) das später der Führarm wird zum Hund.

Positionskommandos: Meine Position relativ zum Hund und zum Hindernis sollte deutlich vor dem Hund sein.

Bewegungskommandos: Ich sollte mich gleichmäßig auf einer gedachten Linie in Richtung des nächsten Hindernisses bewegen.

Verbale Kommandos: Ein verbales Kommando um den Französischen Wechsel zu beginnen gibt es nicht, aber man kann ihn mit dem Namen des Hundes kombinieren um den Hund nach dem Wechsel bei sich zu behalten

Donnerstag, 23 Januar 2014 17:02

Belgischer Wechsel

geschrieben von

Belgischer Wechsel

Beim belgischen Wechsel wechselt der Hundeführer vor dem Hund und behält diesen dabei immer im Auge. Das heißt dass der Hundeführer dem Hund seine Front zu drehen muss und so einen Handwechsel durchführt.

Bewegungsablauf

Schrittfolge

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1

   

Der Belgische Wechsel kann sowohl auf gebogener als auch auf gerader Linie gelaufen werden. Der Bewegungsablauf und die Schrittfolge bleiben dabei gleich. Wichtig ist dabei immer dass der Wechsel wirklich vor dem Hund gelaufen werden muss, damit man den Hund nicht in seiner Bewegung stört und er die Kommandos lesen kann.

BwBeHu

An diesen Grafiken sieht man auch sehr schön das der Belgische Wechsel ein Bewegungsablauf ist der auf einer gedachten Linie ausgeführt wird und nicht an einer bestimmten Stelle. 

BwBeHuge

Wenn wir den Bewegungsablauf des Belgischen Wechsels nun also mit Blick auch die vier Kommandoarten analysieren, können wir folgende Kombination festhalten:

1. Schulter-/Armkommandos: Da ich mich zum Hund drehe, drehe ich natürlich auch meine Schultern auch zum Hund. Diese Drehung sollte ich mit dem Gegenarm (Arm der nicht beim Hund ist) einleiten. Im Verlaufe des Wechsels wird dann der Gegenarm zum neuen Führarm.

2.Positionskommandos: Meine Position relativ zum Hund und zum Hindernis sollte deutlich vor dem Hund sein.

3. Bewegungskommandos: Ich sollte mich gleichmäßig auf einer gedachten Linie in Richtung des nächsten Hindernisses bewegen.

4. Verbale Kommandos: Ein verbales Kommando um den Belgischen Wechsel zu beginnen gibt es nicht, aber man kann ihn mit dem Namen des Hundes kombinieren um den Hund nach dem Wechsel bei sich zu behalten.

Mittwoch, 22 Januar 2014 10:48

270 °

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270 ° weil der Hund einen Winkel von 270 ° ( siehe Grafik ) arbeiten muss. Dabei sind zwei Dinge an diesem Winkel, mit Blick auf das Springen, für den Hund schwierig. Zum einen kann der Hund den Absprungpunkt der zweiten Hürde erst sehr spät sehen und zum anderen muss er den Winkel „ausarbeiten „ damit er nicht zu schräg/eng zur zweiten Hürde kommt. Dieses Ausarbeiten des Winkels sollte ich als Hundeführer unterstützen und mir dafür die Verweigerungslinie des zweiten Sprungs zur Hilfe nehmen. 

Dienstag, 21 Januar 2014 15:10

Enges Springen

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Auf das Kommando fürs enge Springen hin soll der Hund immer eng, so nah wie möglich an den Ausleger, springen und sich zurück zum Hundeführer begeben.

Das heißt der Hund muss lernen auf Kommando kurz zu springen, sich auszurichten und um den Ausleger zurück zum Hundeführer zukommen. Dieses soll er später auf folgende Kommando-Kombination hin tun:

Verbales Kommando:

Welches verbale Kommando man hierfür nutzt ist im Prinzip egal (die bekanntesten sind wohl cik&cap) und bleibt eurem persönlichem Geschmack überlassen. Auch ist es durchaus möglich für beide Seiten das gleiche Kommando zu nutzen.

Positions-Kommando:

Bei diesem Kommando befindet der Hundeführer sich immer vor der Hürde, da dieses dem Hund hilft sein Tempo zu reduzieren und möglichst eng zu springen. Dabei kann sich der Hundeführer sowohl am Ausleger als auch an der Stange befinden, auch muss sich der Hundeführer nicht unmittelbar an der Hürde aufhalten.

Schulter-Kommando:

Unterstützen kann man das  Kommando in dem man sich zum Hund dreht um dem Hund zu helfen sein Tempo zu reduzieren. Optimal ist es wenn der Hund diese Temporeduktion aus selbstständig vornehmen kann, also rein auf das verbale Kommando hin.

Bewegungs-Kommando:

 

Beim diesem Kommando vermeide ich Bewegung in Laufrichtung des Hundes. Wenn der Hund das Kommando beherrscht, kann der Hundeführer sich aber schon in die neue Laufrichtung bewegen.

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