Sprungkommando Reihe 3: Schulter-/Armkommandos 1

Jeder der Agility betreibt weiß dass es noch mehr Arten von Kommandos gibt als die die wir verbal äußern. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl das viele Hundeführer sich dessen zwar bewusst sind aber nicht danach handeln. Denn für diese körperlichen Kommandos sollten die gleichen Regeln gelten wie für die verbalen:

Jeder der Agility betreibt weiß dass es noch mehr Arten von Kommandos gibt als die die wir verbal äußern. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl das viele Hundeführer sich dessen zwar bewusst sind aber nicht danach handeln. Denn für diese körperlichen Kommandos sollten die gleichen Regeln gelten wie für die verbalen:

1.Eindeutigkeit: Ich hoffe jedem ist klar dass ich nicht einmal das verbale Kommando „Außen“  und einmal das verbale Kommando „Zu“  nutzen kann, um den Hund dazu zu bringen eine Hürde von außen zunehmen. Aber genauso wenig kann ich meinen Hund einmal mit dem Gegenarm und einmal mit dem Führarm ins Außen schicken.

2.Kontrolle: Genauso wie ich es korrigieren muss wenn ich dem Hund „Außen“ sage und er die Hürde dennoch von innen springt, muss ich auch korrigieren wenn mein Hund nicht auf ein körperliches Signal reagiert. Drehe ich mich z.B vor einem Sprung zum Hund und gebe dadurch ein Kommando für kurzes enges springen und der Hund springt trotzdem weit, muss ich diese Übung genauso wiederholen wie als wenn ich dem Hund ein verbales Kommando gegeben habe.

3.Timing: Ein körperliches Kommando muss genauso eindeutig getimt  und platziert sein wie ein verbales Kommando. Gerade in der Kombination mit anderen Kommandos stellt das natürlich nochmal ganz andere Anforderungen an die Koordination des Hundeführers.

Desweitern muss man in meinen Augen zwei Formen von körperlichen Kommandos, die natürlichen und die antrainierten. Wobei es bei den natürlichen Körperkommandos eher darum geht diese gezielt zu nutzen und zu pflegen, als sie gezielt zu trainieren. Die antrainierten Kommandos hingegen müssen gezielt trainiert werden und sind dabei individueller als die natürlichen. Grundsätzlich sollte man dabei aber darauf achten das sich die antrainiert Kommandos den natürlichen nicht wiedersprechen.

Kommen wir also zunächst mal zu den natürlichen Schulter-/Armkommandos an Hürden

 

Die natürlichen Schulterkommandos an Hürden

Unsere Hunde können sehr viel aus der Position unserer Schultern lesen. Im Agility können unsere Hunde aus der Position unserer Schultern schließen wohin wir wollen, was ja in Anbetracht dessen dass wir den Hund steuern wollen ein wichtiger Punkt ist. Das heißt unsere Schultern sind an den Hürden Richtungskommandos , die wir bewusst einsetzen sollten. Dabei sollte die Grundregel immer sein, das es nach dem Sprung immer da weitergeht wo wir vor dem Sprung hinschauen.

Das Schulter-Kommando für weites arbeiten an Hürden

vorranschulter

Wenn die Schulter des Hundeführes zum Sprung zeigen, sollte der Parcours nach dem Sprung immer hinter dem Sprung weitergehen. Wie weit voran der Hund dabei arbeiten soll und in welche Richtung wird dann aus der Kombination mit Bewegung und der Richtung in die Schultern zeigen bestbestimmt.

Das Schulterkommando für enges arbeiten an Hürden

engschulter

Wenn der Hundeführer seine Schultern zum Hund dreht sollte der Parcours nach dem Sprung bzw. sehr kurz dahinter weitergehen. Dabei sollte es nicht relevant sein wie weit der Hundeführer von der jeweiligen Hürde weg ist.

Mit diesen grundlegenden Schulterkommandos als Grundlage sollten man nun die antrainierten Armkommandos definieren. Diese Definitionen sind natürlich individuell, aber man sollte sich immer überlegen ob das was man vielleicht selbst gut umsetzen kann auch wirklich sinnvoll für den Hund ist.

Die antrainierten Armkommandos an Hürden

Wer ein Armkommando gibt, gibt auch automatisch immer ein Schulterkommando, schon allein deshalb sollten sich diese beiden Dinge nicht wiedersprechen. Mal sehen ob meine Schulterarmkommandos für die verschiedenen Formen einen Sprung zu springen diese Regel auch wirklich einhalten.

Das Armkommandos für Außen

armaußen

Ich führe das Außen-Kommando immer mit dem Führarm, da ich nur so dahinschauen kann wo der Hund hin soll und nur so die nötige Distanz aufbauen kann. Das Außen-Kommando ist also eine Kombination aus dem verbalen Kommando „Außen“ und dem Schulterkommando für weites Arbeiten und dem Führarm.

 

Das Armkommando für Easy

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Ich habe lange nach einer sinnvollen Kombination für das Easy-Kommando gesucht, denn man muss dem Hund auch immer eine Richtung mitgeben und darüber hinaus sollt dieses Kommando natürlich deutlich von den anderen abzugrenzen sein. Deshalb führe ich das Easy-Kommando inzwischen fast ausschließlich mit einer Kombination aus Gegen- und Führarm während die Schultern immer zum Hund gedreht sind. Das lässt sich natürlich grafisch etwas schwer darstellen, aber das führen mit zwei armen erlaubt es mir den Hund mit dem Führarm aktiv Richtung zu geben während der Gegenarm und die Position der Schultern dem Hund schon signalisieren das eng gearbeitet werden soll.

Das Armkommandos für Tourn

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Das Tourn-Kommando führe ich ausschließlich mit dem Gegenarm und bin dabei also komplett zum Hund gedreht. So kann ich wieder genau dahin schauen wo der Hund später auskommen soll, nämlich vor der Hürde.

Das Armkommando für Rum

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Die Bewegung die dem Hund vor dem Sprung signalisiert dass er in den Rücken des Hundeführers arbeiten soll ist für mich kein Sprungkommando im eigentlichen Sinne. Diese Bewegung mit dem Arm der beim Hund ist soll dem Hund lediglich helfen hinter mir zu kreuzen. Deshalb sollte diese Armbewegung auch eher in den Rücken gehen. Dass der Hund dann auf der richtigen Seite auskommt regelt das Verständnis des verbalen Kommandos und der Arm der den Hund annimmt. Klar ist aber das die Schultern dabei immer zum Hund gedreht sein müssen, damit der Hund zum einen überhaupt in den Rücken springen kann und zum anderen weiß das es eng  vor dem Sprung weiter geht.

Das Armkommando für Zu

armzu

Ähnlich wie beim Außen-Kommando, ist beim Zu-Kommando , das Armkommando zunächst dafür da dem Hund deutlich zu signalisieren wo er hin kommen soll. Deshalb drehe ich meine Schultern bei diesem Kommando eher vom Sprung weg . Dieses kann ich aber nur dann wirklich gut wenn ich den Arm beim Hund nutze wenn ich den Hund abrufe.

Da es recht schwer ist grade die Schulter-/Armkommandos grafisch darzustellen, habe ich alle Kommandos nochmal in einem Video zusammengefasst:

 

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