Sprungkommando Reihe 2: Verbale Sprungkommandos 2

Ich denke wie man die einzelnen Kommandos grundsätzlich aufbaut, ist vielen von euch bekannt oder recht einfach heraus zu finden. Daher möchte ich euch heute jeweils immer eine Übungen zu jedem Sprungkommando zeigen die etwas außergewöhnlich ist. Ich beobachte oft das Hundeführer und Trainer ganze Aspekte eines Kommandos aus lassen bzw. schlicht vergessen, was wiederrum dazu führt das der Hund nicht in der Lage ist das Kommando auch in jeglicher Situation wirklich auszuführen. Vorab daher einmal die für mich drei wichtigsten Aspekte die ein Hund im Zusammenhang mit den Sprungkommandos können sollte.

Legende:

Zeichen

Beschreibung

Roter Weg

Weg des Hundes

Blauer Weg

Weg des Hundeführers

VH

Wechsel vor dem Hund

HH

Wechsel hinter dem Hund

AP

Abrufposition

MN

mitnehmen

K

Ketschker

S

Stellen

W

Kommando Weg

T

Kommando Tourn

HI

Hands in

Z

zu

Viel Spaß !!

 

Beschreibung:

Ich denke wie man die einzelnen Kommandos grundsätzlich aufbaut, ist vielen von euch bekannt oder recht einfach heraus zu finden. Daher möchte ich euch heute jeweils immer eine Übungen zu jedem Sprungkommando zeigen die etwas außergewöhnlich ist. Ich beobachte oft das Hundeführer und Trainer ganze Aspekte eines Kommandos aus lassen bzw. schlicht vergessen, was wiederrum dazu führt das der Hund nicht in der Lage ist das Kommando auch in jeglicher Situation wirklich auszuführen. Vorab daher einmal die für mich drei wichtigsten Aspekte die ein Hund im Zusammenhang mit den Sprungkommandos können sollte.

1.Winkel: Aus welchem Winkel ein Hund ein Sprungkommando ausführen kann ist nicht nur eine Frage des Verständnisses sondern auch der Sprungtechnik. Nur weil ein Hund vielleicht besonders schnell lernt und schnell lernt z.B ein Außen auch aus verschiedenen Winkeln anzunehmen, heißt das noch lange nicht das er auch die passende Sprungtechnik drauf hat. Dementsprechend braucht der Hund einfach auch Routine um ein Sprungkommando aus verschiedenen Winkeln sauber umsetzen zu können.

2.Distanzen:  Viele Hunde können ein Sprungkommando nur dann wenn der Hundeführer nah an der Hürde ist. Man sollte aber auch jeden Hund mit jedem Kommando zur Hürde schicken können. In Anbetracht dessen das ein Sprungkommando immer vor dem Absprung des Hundes gegeben werden sollte macht es oftmals sinn das Kommando dem Hund mit auf den Weg geben zu können. Für meine Hunde heißt das Kommando für eng springen, nicht nur spring eng sondern auch geh zur Hürde und spring da eng.

3.Unterscheidung:  Die Unterscheidung von Sprungkommandos an Hand der Kommando (Position, Schulter-/Arm, Bewegung, Verbal) setzt voraus das wir als Hundeführer ganz genau wissen welche Kombination was bedeutet und diese auch gezielt einsetzt. Dabei gibt es eigentlich kein richtig oder falsch, ob man z.B den Hund über den Gegenarm in Außen schickt oder mit dem Führarm macht keinen Unterschied wenn der Hund das Kommando wirklich beherrscht. Man muss sich eben nur für eines entscheiden den ansonsten sind Fehler vorprogrammiert und der Hund wird nie mitdenken und selbstständig arbeiten können.

Wenn der Hund also grundsätzlich verstanden hat was er bei einem bestimmten Kommando an der Hürde machen soll, geht das Training erst richtig los. Denn dann muss man sich immer wieder mit den oben genannten Aspekten auseinandersetzen. Ein paar Anregungen dazu sollen euch die folgenden Übungen bieten.

 

Übung Sprungkommando Außen

Außen

Achtung !! Diese Übung kann leicht dazu führen das man sich überlegt wer eigentlich auf die äußerst dumme Idee gekommen ist das ein Hund Hürden auch von hinten springen kann. In dieser Übung habe ich mal genau die Sachen zusammengepackt die mich bei der Arbeit mit und an dem Außen regelmäßig zur Weißglut bringen. Hierfür muss man verstehen dass das Außen-Kommando dem Hund ja nicht nur sagen soll, das er hinter die Hürde rennen soll sondern diese auch noch von dort springen soll. Das heißt der Hund muss lernen wirklich auch von hinten springen zu wollen. Sonst bekommt man gerade wenn der Hund nach dem außen in den Rücken springen muss (Hürde 3) oder man den Hund nach dem Außen mitnehmen muss (Hürde 4) ein Problem. Denn dann kann der Hundeführer dem Hund nur noch eingeschränkt  helfen bzw. der Hundeführer kommt nicht weg. Auch bei der Kombination mit relativ langer Strecke bis zum außen und direkter Wechsel danach kann man verzweifeln wenn der Hund nicht selbständig ins Außen geht. Denn irgendwie muss man selbst ja auch noch weg kommen um den Wechsel zu machen. Hat man das alles geschafft ist das letzte Außen an der Hürde 8 ein Klacks.

 

Übung Sprungkommando Easy

Easy

Diese Übung ist nicht ganz so schwer, dafür soll sie euch zeigen wie vielseitig das Kommando für eng springen einsetzbar sein sollte. Denn der Hund sollte sauber eng springen wenn der Hund ihn stellen kann und ebenso wenn er sich selbst ausrichten muss. Denn wenn der Hund eng nach dem Sprung rum kommen möchte muss er den Sprung schon schräg ansetzen sonst schafft er dieses nicht. Wenn der Hundeführer den Hund stellt muss der Hund dieses nicht mehr selbst tun muss sich aber auf diese Hilfe einlassen können, denn für mich gehört zum eng springen auch immer das zurückarbeiten zum Hundeführer. Kann der Hundeführer dem Hund nicht helfen in dem er ihn stellt muss der Hund den Sprung selbstständig richtig ansetzen. Dafür brauch der Hund das Kommando natürlich früh genug und möglichst keinen Druck durch den Hundeführer. Es ist also eher sinnvoll sich frühzeitig zurück zunehmen und den Hund eventuell ein Stück zu Hürde zu schicken, als in die Situation rein zu rennen und dann zu versuchen mit dem Sprungkommando zu bremsen.

 

Übung Sprungkommando Tourn

Wenn der Hundeführer nicht immer im Mittelpunkt des Arbeitsradius stehen muss, spart dieses den einen oder anderen Wechsel vor dem Hund der den Hund vielleicht ausbremsen und damit stauchen würde. Denn Hund von sich weg arbeiten zu lassen birgt aber auch immer eine Gefahr. Denn mit dem Weg-Arbeiten eröffnet sich dem Hund eine völlig neue „Welt“. Denn plötzlich kann nicht nur immer das gearbeitet werden was auf der Seite des Hundeführers liegt sondern auch das was auf der anderen Seite liegt. Somit gibt es in vielen Sequenzen plötzlich doppelt so viele Möglichkeinen was gearbeitet werden könnte. Deshalb spielt bei diesem Kommando insbesondere die Unterscheidung von anderen Kommandos eine wichtige Rolle. Denn es gibt fast nichts Schlimmeres als wenn der Hund vom Hundeführer weg arbeitet wenn er eigentlich mit ihm mit Arbeiten sollte.

Tourn

 

Übung Sprungkommando Rum

Rum

Einige werden sich sicherlich Fragen warum das „Rum“ Kommando ein Sprungkommando ist wenn es doch eigentlich untrennbar zum Ketschker gehört. Aus meiner Sicht muss der Hund aktiv lernen in den Rücken des Hundeführers zu springen, damit der Hundeführer später einen Ketschker überhaupt vernünftig laufen kann. Dementsprechend ist das „Rum“ das Sprungkommando welches den Ketschker überhaupt erst möglich macht. Wichtig ist dabei das bei dem Kommando immer ein Handwechsel stattfindet (der Hund wird mit unterschiedlichen Armen über die Hürde geschickt und nach der Hürde angenommen) und das man darauf achtet das der Hund nach dem Rum möglichst eng arbeitet. 

Übung Sprungkommando Zu

Zu

 

Es gibt Hundeführer die versuchen Ihren Hund größtenteils über Kommandos zu steuern. Ich bin immer noch der Meinung das der Hund hauptsächlich aus der Körpersprache des Hundeführers lesen kann und sollte, doch weiß ich auch das ich und andere Hundeführer dabei schnell an meine Grenzen komme. Und gerade an den Hürden ist der Zeitpunkt an dem der Hund die Information bekommt wie und von wo er diese Springen soll immens wichtig. Wenn ich also bestimmte, gut ausgewählte, Kommandos nutzen kann um dem Hund früher als ich es jemals mit meinem Körper könnte zur Verfügung zu stellen sollte ich diese Möglichkeit in meinen Augen nutzen. Beim Kommando zu kann ich dem Hund so relativ leicht sagen „ komm hier her und spring von hier „ ohne denn Hund mehrmals ansprechen zu müssen, zu drücken oder zu ziehen. So weiß der Hund sofort ganz genau wo er hin soll und muss nicht darauf warten bis ich dann man mit meiner Führhilfe fertig und eindeutig bin. Natürlich hängt  die Eindeutigkeit eines Kommandos maßgeblich vom Aufbau dessen ab, denn wenn ich es nicht schaffe das der Hund eine eindeutige Handlung mit dem Kommando verknüpft, kann ich auch gleich die Führtechnik nutzen.

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