Grundlagen Reihe 10: Die Wechsel

Die Bewegungsabläufe und das Timing für einen guten Wechsel kann ich euch hier nicht erklären, aber ich kann euch ein paar einfache Regeln an die Hand geben die es euch und dem Hund wesentlich einfacher machen.

Beschreibung:

wechsel1

Die Bewegungsabläufe und das Timing für einen guten Wechsel kann ich euch hier nicht erklären, aber ich kann euch ein paar einfache Regeln an die Hand geben die es euch und dem Hund wesentlich einfacher machen.

1.Regel: Laufe niemals in die Ladephase deines Hundes

Wenn man sich entscheidet wie und wo man den Wechsel läuft, muss man sich als erstes überlegen wo springt mein Hund hin, denn da darf ich auf garkeinen    Fall sein wenn der Hund springt. Ich habe euch mal versucht mit den schraffierten Flächen darzustellen was die verbotene Ladezone des Hundes ist. Wenn man sich        diese beim Abgehen überlegt weiß man automatisch wie man die Wechsel  auslaufen muss. Dieses funktioniert aber nur wenn der Hund Hürde auch wirklich         selbständig annimmt. Das ist nämlich der eigentliche Fehler den viele  Hundeführer machen, das sie zu sehr an den Hürden kleben.

2.Regel: Oder sei schon wieder weg

Je nach Parcours muss man manchmal die Landezone des Hundes kreuzen, doch dann muss ich dieses deutlich vor dem Hund tun. Ziel muss es sein die Landezone schon wieder freigegeben zu haben bevor der Hund springt. Auch hier muss man ganz genau abschätzen wann man wo sein kann und wo in diesem Moment der Hund ist. Dazu gehört in jedem Fall ein große Portion Übung und einfach auch ein bisschen Gefühl.

 Übung: Wechsel vor dem Hund

Übungsaufbau:

Aufbau1

Beschreibung:

Ich habe euch hier mal eine recht einfache Übung zusammen gestellt, mit der man aber sehr schön an den Wechseln vor dem Hund feilen kann. Das tut übrigens auch erfahren Teams immer mal wieder gut. Bei ganz unerfahrenen Hunden oder Hunden im Aufbau kann man den Tunnel und die beiden äusseren Hürden auch noch weg lassen . So hat man noch mehr den Fokus auf die Hürden und die Wechsel. In den Übungen die ich euch zusammengestellt habe kann man sowohl Belgische als auch Französische Wechsel üben, je nachdem was man gerade üben möchte.

Übung 1:

Aufbau1.1

Beschreibung:

Ich habe bei diesen Übungsbeschreibungen immer beide Seiten dargestellt, damit klar wird das man diese Übungen immer sowohl rechts wie links geführt üben sollte. Am Besten natürlich direkt nacheinander. Diese Übung ist nichts für „Tunnelglotzer“, denn der Tunnel soll einen die Möglichkeit geben sich etwas abzusetzen und den Wechsel vorzubereiten. Hier sollte man versuchen wenn der Hund aus dem Tunnel kommt mindestens auf der Höhe der Hürde 3 zu sein.

Übung 2:

Aufbau1.2

Beschreibung:

Bei dieser Übung ist oftmals das Problem das der Hund die zweite Hürde annehmen muss obwohl der Hundeführer sich seitlich weg bewegt. Dann neigen viele Hunde dazu sich mit weg von der Hürde zu bewegen was dann wieder dazu führt das der Hundeführer zu weit mit zu der Hürde geht. Diese Übung kann definitiv nur funktionieren wenn der Hund ein „vor“ Kommando annimmt und der Hundeführer sich absetzen kann. Wenn der Hund damit noch Probleme hat kann der Trainer den Hund etwas unterstützen und ihn über die Hürde 2 locken.

Übung 3:

Aufbau1.3

Beschreibung:

Sich am Tunnel abzusetzen ist etwas einfacher als an einer Hürde, aber auch nur dann wenn der Hund den Tunnel annimmt. Bei dieser Übung ist mir wichtig das der Hund lernt aus dem Wechsel auf den weiteren Parcoursverlauf zu schließen. Das bedeutet aber auch das ich diesen Wechsel niemals machen würde wenn ich danach weiter gerade aus wollte. So kann man einen Wechsel auch nutzen um dem Hund das lesen des Parcours zu vereinfachen.

 Wechsel hinter dem Hund

Beschreibung:

wechsel2

Auch ein guter klassischer Wechsel brauch einige Übung und Erfahrung. Dennoch bin ich der Meinung das jeder Hund ihn lernen kann und das auch jeder Hund ihn kennen sollte. Ob man ihn dann auch wirklich einsetzt ist eine andere Frage, aber es ist einfach gut wenn der Hund diesen Bewegungsablauf kennt. Auch beim Wechsel hinterm Hund gibt es Regeln die es zu beachten gilt.

1.Regel: Der Wechsel findet zwischen zwei Hindernissen statt:

Viele Hundeführer machen den Fehler das die den Wechsel hinterm Hund an einer Hürde machen wollen. Das heißt sie laufen bis fast vor die Hürde müssen     dann bremsen und wundern sich das der Hund nicht an ihnen vorbei kreuzt. Wichtig ist das man den Wechsel schon früh genug einleitet, also sich selbser        zurück nimmt, den Hund zwischen zwei Hürden kreuzen lässt und dann die Seite wechselt bevor der Hund springt

2.Regel: Der Hund muss es wissen bevor er abspringt

Das zweite Problem ist oftmals das Hund in die falsche Richtung springt als nicht   dem Hundeführer folgt. Das liegt oftmals daran das der Hundeführer erst die       Seite wechselt wenn der Hund schon abgesprungen ist. Ist der Hund einmal abgesprungen kann er seine Flugbahn aber nicht mehr einfach verändern    zumindestens nicht ohne die Stange zu schmeißen. Der Hund muss also wissen das wir hinter ihm die Seite wechseln bevor er springt

Übung: Wechsel hinterm Hund

Übungsaufbau:

Aufbau2

Beschreibung:

Hier habe ich euch ein Übung zusammengestellt mit der man sehr gut Wechsel hinterm Hund üben kann. Somit sind auch alle Wechsel die ich den Übungen dazu aufgezeichnet hab Wechsel hinterm Hund. Ein gerader Tunnel ist immer ein gutes Mittel um etwas Schwung in die Hunde zu bekommen, den man definitiv für ein Wechsel hinter dem Hund braucht. Auch bei diesen Übungen habe ich auch wieder beide Seiten dargestellt.

Übung 1:

Aufbau2.1

Beschreibung:

Um den Wechsel hinterm Hund nach dem Tunnel zu machen, heißt es mal nicht Vollgas zu geben. Hier darf der Hund ruhig vor einem aus dem Tunnel kommen. Wichtig ist aber das man nicht zu viel Tempo her raus nimmt das der Hund sich umdreht und nicht die Hürde zwei annimmt. Auch hier Hilft natürlich ein gut trainiertes „Vor“ -Kommando. Im Idealfall sollte der Hund schon zur nächsten Hürde hin springen und nicht erst auf dem Boden drehen . Das schont vor allem die Gelenke der Hunde und spart dazu noch ein paar Meter.

Übung 2:

Aufbau2.2

Beschreibung:

Bei dieser Übung muss der Hund schon in die neue Richtig springen, denn ansonsten wird er die Kurve zu der 3. Hürde nicht bekommen. Das heißt wiederum das der Hundeführer den Wechsel wieder direkt nach dem Tunnel einleiten muss. Dass bedeutet aber auch das der Hund diese Führhilfe annehmen muss und nicht die Hürde geradeaus annehmen darf. Diese Übung ist schon etwas für erfahrenere Teams und man sollte sie erst dann versuchen wenn der Hund die Wechsel hinterm Hund in anderen Situationen schon kann.

Übung 3:

Aufbau2.3

Beschreibung:

 

Bei einem Wechsel hinter dem Hund vor dem Tunnel ist weniger das Problem das der Hund den Tunnel annimmt als das er sich danach nicht zu Hundeführer orientiert. Auch das erfordert etwas Übung und der Hundeführer kann den Hund unterstützen indem er ihn schon im Tunnel anspricht. Natürlich muss der Hund auch hier dann der seitlichen Bewegung des Hundeführers willig folgen denn ansonsten wird er über die mittlere Hürde springen .

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